Seit wann bin ich bei den Rosselanos?
Bereits seit dem Jahr 1981 darf ich mich zu dieser besonderen Gemeinschaft zählen. Doch warum bin ich eigentlich bei den Rosselanos? Die Antwort darauf liegt tief verwurzelt in meiner Herkunft und meiner Leidenschaft für die saarländische Faasend.
Ich wurde in eine echte Faasendfamilie hineingeboren, was meine Verbindung zu diesem Brauchtum von Anfang an geprägt hat. Schon im zarten Alter von sechs Jahren begann meine aktive Teilnahme, als ich in der Kindergarde mit dem Tanzen startete. Diese ersten Schritte auf der Bühne waren für mich der Beginn einer langen und intensiven Reise innerhalb der Rosselanos.
Im Anschluss daran hatte ich das große Vergnügen, jedes Jahr den Prolog vor der Kappensitzung zu sprechen – eine Aufgabe, die mir viel Freude bereitete und mein Selbstbewusstsein stärkte. Bald folgte die erste Bütterede gemeinsam mit meinem Vater, die wir in Reimform vortrugen. Dies war nur der Anfang zahlreicher Jahre, in denen ich immer wieder in der Bütt stand. Angefangen als Duo mit meinem Papa – ich glaube, das war Anfang der 80er Jahre – traten wir zusammen auf, nicht nur lokal im Saarland, sondern auch darüber hinaus in Frankreich und in der Pfalz. Diese Auftritte vor großem Publikum und sogar im Fernsehen haben mich sehr geprägt.
Neben diesen gemeinsamen Darbietungen mit meinem Vater gab es auch viele Auftritte in der Bütt mit anderen Partnern. Darüber hinaus wirkte ich bei verschiedenen Sketchen mit und war einige Male als Darstellerin im Hintergrund einer Gesangsgruppe zu sehen. Meine kreative Ader zeigte sich auch darin, dass ich Texte für Lieder in saarländischer Mundart schrieb, die von dieser Gesangsgruppe vorgetragen wurden.
Doch meine Tätigkeiten beschränkten sich nicht nur auf die Bühne: Ich übernahm die Rolle der Trainerin für das Mariechen sowie für das Damen- und Männerballett. Hinter den Kulissen war ich als Küchenfee aktiv, sorgte als Bühnenhelferin für einen reibungslosen Ablauf und brachte mich seit 2013 auch als Moderatorin ein. Darüber hinaus durfte ich bereits mehrere Laudationes für Senatoren halten und sang zusammen mit meinem Bruder zweimal das Eröffnungslied.
Im Vereinsvorstand bin ich seit vielen Jahren engagiert tätig, zunächst als Schriftführerin und seit 2014 als Schatzmeisterin. Diese verantwortungsvollen Aufgaben erfüllen mich mit Stolz und zeigen mein tiefes Engagement für den Verein.
Was macht mich also zu einem echten Rosselano?
Es ist vor allem mein Herzblut und die große Liebe zur saarländischen Faasend, die mich antreiben. Ich lebe das Ehrenamt mit großer Hingabe, setze mich dafür ein, unser wertvolles Kulturgut zu erhalten und bin eine leidenschaftliche Verfechterin der saarländischen Mundart. Für mich steht der Zusammenhalt innerhalb unserer Gemeinschaft an erster Stelle – Miteinander fördern, Spaß haben und gute Laune verbreiten sind mir ebenso wichtig wie ein Blick in die Zukunft bei gleichzeitiger Pflege unserer Traditionen. Empathie für alle Mitstreiter liegt mir am Herzen, und ich versuche stets, jedem ein Lächeln zu schenken.
Ein großer Mentor und Vorbild für mich war mein Vater Helmut Schwehm, der Gründer unseres Vereins. Ohne ihn wäre mein Weg bei den Rosselanos wohl ein ganz anderer gewesen. Seine Leidenschaft und sein Engagement haben mich inspiriert und begleiten mich bis heute auf meinem Weg innerhalb dieser wunderbaren Gemeinschaft.