Chronik
 

Am 21. Juni war die Geburtsstunde der Gesangsgruppe, die von Helmut Schwehm, Carlo Weber und Frank Weinand gegründet wurde. Nach den ersten erfolgreichen Proben kam Gerhard Land hinzu.

Die Gruppe wurde am 11.11.1955 auf den Namen "Die Rosselanos" getauft.

Das Ziel der Gesangsgruppe war, den K.V. "Doll Doll" mit einer singenden Truppe zu verstärken, was auch als gelungen betrachtet werden kann.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit wechselnden Akteuren bildete sich ein Stamm, zum folgenden Sänger und Musiker gehörten: Heinz Braun, Alfred Lang, Egon Lang, Helmut Schwehm und Carlo Weber.

Zum Programm der "Rosselanos" gehörten immer aktuelle Themen und politisches Zeitgeschehen; eine Veranstaltung des K.V. "Doll Doll" ohne "Rosselanos" war bald nicht mehr denkbar.

Aus dem Jahr 1960 stammt das Lied der Bergleute, "Die Grubenlampe", im ganzen Land bekannt und heute noch gefragt und auf Wunsch oft im Programm. Bis Ende der 60er Jahre wurde die Gesangsgruppe, die zu dieser Zeit nur in Großrosseln in Erscheinung getreten war, von den o.a. Mitgliedern geprägt. Viele Sessions- bzw. Karnevalsschlager für den K.V. "Doll Doll" wurden vom Texter der Gruppe, Helmut Schwehm, geschrieben und sind auch heute noch vielen Bürgern von Großrosseln bekannt, z. B.: Aus dem Jahre 1964 "Rote Lippen" und von 1968 "Mei liewer Knecht", das Lieblingslied von Egon Lang.

Ab 1970 wurden auf der Bühne auch Show-Elemente mit eingebaut und die Truppe begann sich auch außerhalb von Großrosseln bekannt zu machen.

Unvergesslich wurde die Europareise und die Römer-Show mit einigen zusätzlichen Akteuren, nicht zu vergessen die Einlagen von Hans Klein, genannt der "Rote" mit dem Orgelmann und der "Rote Hund". Beide Beiträge stammen ebenfalls aus der Feder von Helmut Schwehm.

Die "Rosselanos" machten sich jetzt im gesamten Saarland bekannt und folgende Akteure waren mit Erfolg daran beteiligt: Josef Berg, Klaus Lörsch, Georg Hayo, Heinrich Ganster, Erich Rach, Franz Stroschke, Ewald Kasper, Hartmut Geibel und Horst Ehlen, alle mehrere Jahre aktiv dabei, drei sogar noch heute. Es wären noch viele zu nennen, die nur ein, zwei Jahre dabei waren, aber man verzeihe uns, es wären doch zu viele.

Das angrenzende Elsaß-Lothringen wurde immer mehr mit großem Erfolg besucht und die Anzahl der Engagements bewies die Beliebtheit der Gesangsgruppe, bei unseren französischen Freunden. Mehrere Auftritte in der saarländischen Narrenschau, beim Verband Saarländischer Karnevalsvereine, zeugen von der guten Qualität der Programme.

Ende der 70er Jahre wurde der musikalische Teil der Gesangsgruppe neu geordnet und die "Rosselanos" waren nun in der Lage, ganze Veranstaltungen mit Musik und Tanz zu gestalten, was sich auch in den vielen Veranstaltungen bemerkbar machte. Langjährige Akteure dieser Zeit waren: Ale Hegmann, Frank Geibel, Helmut Pohl, Michael Wahl und Reiner Haser, unser musikalischer Kopf, der auch heute noch bei Bedarf für die "Rosselanos" zur Verfügung steht.

Das zeichnet übrigens viele Akteure aus, die trotz Wohnungswechsel, größere Entfernungen zurücklegen und sich kostenlos zur Verfügung stellen, wenn sie gebraucht werden. Wir wissen das zu schätzen.

Im Jahre 1972 entstand der bekannte "Rosselanos" Schlager "Es lebe die Liebe" Melodie "Viva Espana", der heute noch ein Klassiker ist. Auch das "Rossler Lied" wurde im Jahre 1979 von unserem Texter und Literaten, erstmals vorgestellt und ist ein fester Bestandteil im Programm der "Rossler Fasend". Ganz ehrlich, wer kennt es nicht?

Der Saarländische Rundfunk übertrug mehrere Auftritte der "Rosselanos" von der Warndt-Narren-Schau, bei der "Hoppeditz" Neunkirchen und der "Narrenzunft" in Homburg. Auch ein Auftritt im 3. Programm des Fernsehens war am Fastnachtdienstagabend 1986 zu sehen.

Zur Gesangsgruppe gehörte ab dem Jahre 1987 eine Show-Gruppe, die vorerst nur aus männlichen Akteuren bestand und sofort einige Engagements absolvieren musste. Die Menge der Auftritte und die Vielfalt der Programme machte eine größere Tontechnik-Ausrüstung erforderlich, die von unserem Tontechniker Walter Becker, immer gut eingesetzt werden konnte. Seit 1979 stand uns Walter Becker übrigens stehts mit Rat und Tat zur Verfügung. Jedoch verstarb unser Ehrenmitglied im Jahre 1996. Er hinterlässt eine große Lücke.

Die Veranstaltungen, die von der Gesangsgruppe ausgerichtet oder mitgestaltet wurden, gingen durch das gesamte Saarland, einige in Rheinland-Pfalz und natürlich auch viele im angrenzenden Lothringen.

Der aktive Stamm der Gesangsgruppe, Karl Leonardy, Erich Meyer, Erich Rach, Andreas Schwehm, Helmut Schwehm, Hermann Speicher, Hartmut Geibel und Edi Robert, war der ´Meinung, dass die "Rossler Fasend", einen zweiten Karnevalsverein vertragen könnte.

So wurde am 01.Juli 1988 die Karnevalsgesellschaft "Die Rosselanos" gegründet und im Vereinsregister eingetragen.

Die Mitgliedschaft beim Verband Saarländischer Karnevalsvereine, im Bund Deutscher Karneval und bei der A.V.G. wurde beantragt und ist auch erfolgt.

Das Hauptziel der K.G. "Die Rosselanos" sollte sein, die "Rossler Fasend" nach außen noch weiter bekannt zu machen, das Brauchtum zu pflegen, den traditionsreichen K.V. "Doll Doll" in allen Bereichen zu unterstützen, wenn es gewünscht wird, und vor allen Dingen die Jugend mit der karnevalistischen Brauchtumspflege bekannt zu machen.

Zum 1.Präsidenten wurde Carlo Weber gewählt. Die Gesellschaft verfügt beim Start über die bekannte Gesangsgruppe, eine gemischte Show-Gruppe und ein Tanz-Mariechen. Die Mitgliederzahl lag zu diesem Zeitpunkt bei 160 mit steigender Tendenz. Das Interesse war überraschenderweise viel größer als in den kühnsten Träumen erwartet.

Eine Reihe guter Büttenredner konnte die Gesellschaft ebenfalls präsentieren, dazu gehörten: Monika Meyer, Erich Meyer, Hartmut Geibel, Patricia Deschler-Schwehm, Diana Schwehm, Jürgen Barthel und Helmut Schwehm.

Auch die Umzüge an Fastnacht-Dienstag sollen mit einer Gruppe bereichert werden.

Die Aktivitäten der Gesellschaft entwickelten sich nicht nur im karnevalistischen Bereich, sondern man beteiligte sich auch an Vereinsfesten befreundeter Vereine.

Die sportliche Seite kam auch nicht zu kurz, denn gute Platzierungen der Veranstaltungen "Ein Dorf spielt Boule" und beim "Kirmesschießen" brachten der Gesellschaft schon viele Pokale ein.

Der Gesellschafts-Abend wurde eingeführt. Dieser hatte das Ziel allen Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, Vereinsarbeit kreativ mit zu gestalten.

Im Auftrag des Regional-Verbandes Völklingen/Warndt werden regelmäßig Trainerinnen-Seminare mit namhaften Fachkräften durchgeführt. Diese Arbeit hat sich bis heute gelohnt, wenn man die Qualitätssteigerung der Garden und Mariechen in Betracht zieht. Auch die Tanzfestivals des Verbandes haben sich dadurch qualitativ stark verbessern können.

Das "Rossler Dorffest" wurde ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Nach einigen Standortwechseln ist der Grill- und Biergarten der K.G. "Rosselanos" an der Rosselbrücke nicht mehr weg zu denken.

Die bis heute, letzte Saarländische-Narrenschau, am 08.01.1989 in der Kongresshalle Saarbrücken wurde von uns mit Jürgen Barthel (Doof Nuss), Diana Chandoni und Helmut Schwehm (Michel & Marianne) im Programm unterstützt. Große Erfolge beim Publikum der Sitzungen von "Hoppeditz" Neunkirchen und Zellrie-Köpp" Bobenheim zeichneten die Klasse unserer Akteure aus.

Eine bleibende Erinnerung für die Akteure waren die Sitzungen und das "Flabbes-Feschd" des U.K.V. Lebach.

Am 03.02.1990 fand in der Warndthalle Ludweiler unter der Regie der "Beele´s", die stürmische Warndt-Narren-Schau statt, die Halle bebte. Unsere Akteure waren trotzdem, wie so oft, sehr gut in Form. Andere Veranstaltungen konnten am gleichen Abend nur mit großen Schwierigkeiten besucht werden, weil starke Stürme, einige Straßen unpassierbar gemacht hatten, die Schäden waren ungeheuer.

Bei unseren französischen Freunden waren wir regelmäßig im Programm vertreten und zwar in Creutzwald, Stiring-Wendel, Petite Rosselle und Saareguemines.

Seit 1990 wird eine Mai-Wanderung mit der gesamten Familie durchführt, die sehr gerne angenommen wird.

Im August 1990,großes Fest der Gemeinde, die 700 Jahr-Feier im Festzelt am Sportplatz. Mit einigen Programmpunkten waren wir, wie alle kulturtreibenden Vereine der Gemeinde, gut vertreten.

Die Session 1990/91 war für alle nur sehr kurz. Der Golf-Krieg hat am 17.01.1991 alle Pläne der Karnevalisten zunichte gemacht, alle Veranstaltungen wurden abgesagt.

Eine Veranstaltung sollte jedoch 1991 erwähnt werden, nämlich "Rhein in Flammen".

Die Gesangsgruppe der Gesellschaft hat nicht nur den Sonderzug, sondern auch ein Rheinschiff auf den Kopf gestellt.

Im Jahre 1992 und zwar am 08. Februar war die letzte "Warndt-Narren-Schau" unter der Federführung der "Beele´s" in der Warndt-Halle Ludweiler, denn das Interesse der teilnehmenden Vereine hatte stark abgenommen. Auch wir hatten Probleme, weil zum gleichen Termin, noch andere befreundete Vereine von unseren Akteuren etwas sehen und hören wollten.

Nach 4 Jahren als Präsident übergab Carlo Weber, aus gesundheitlichen Gründen, das Amt an Edi Robert.

Vize-Präsidenten wurden: Ludwig Biewer und Andreas Chandoni.

Zum ersten Mal beteiligten wir uns an einem Liedwettbewerb saarländischer Mundart im Kulturhaus Wiebelskirchen. Mit zwei Titeln erreichten wir den 2. und 4. Platz.

Die schwierigen Termin-Planungen der im Regional-Bezirk Völklingen/Warndt angeschlossenen Gesellschaften und Vereine wurde mit Zustimmung aller dahingehend geändert, dass die geeinsame Sessions-Eröffnung entweder am 11.11. oder an einem vorhergehenden Samstag stattfindet. Der erste Ausrichter der neuen Regelung war die K.G. "Hampitania" aus Bous.

Erwähnen wir noch, die Besuche bei befreundeten Gesellschaften, im Laufe des Jahres und das sind schon einige: z.B.: Grenzlandfest in Überherrn, Chaussee-Fest in Bous, Maifest in Differten, Dorffest in Ludweiler, Innenstadtfest in Völklingen, Wester-Fest in Naßweiler, Dorffest in Wadgassen und Frosch-Fest in Saarlouis-Picard.

Die vielen Veranstaltungen der Rossler Vereine nicht zu vergessen, auch hier sind wir gerne zu Gast. Auch Arbeitsteams werden gerne zur Verfügung gestellt und oft genutzt.

Im Januar 1994 wurde unser erster Senatoren-Abend gestartet. Der erste Senator war eine Senatorin und zwar Roswitha Hollinger MDL. Dieser Senatoren-Abend wurde ein fester Bestandteil unserer Aktivitäten.

Bei der J.H.V. gab es einen Wechsel bei den Vize-Präsidenten. Armin Adam übernahm das Amt von Ludwig Biewer.

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